Beratung | Coaching | Psychotherapie: positive Schritte gehen

Methodisch beziehe ich mich auf den Personzentrierten Gesprächsführungsansatz nach Carl R. Rogers. Rogers selbst unterscheidet nicht zwischen Beratung und Therapie. Allerdings muss in der Anwendung des personzentrierten Ansatzes durchaus zwischen Beratung (klientenzentrierte oder personzentrierter Gesprächsführung), Coaching und Gesprächspsychotherapie differenziert werden.

  • Beratung findet statt bei Konflikten im persönlichen und/oder beruflichen Umfeld. Der Berater unterstützt die Situations- bzw. Problemklärung im klientenzentrierten Gespräch, ohne auf eine Veränderung der Persönlichkeit abzielen zu müssen.
  • Coaching entspricht ebenfalls einem Unterstützungskonzept, allerdings stehen hier lösungsorientierte Schritte im Vordergrund. Unter Coaching verstehe ich eine Kombination aus personbezogener Beratung, individuellen Rückmeldungen (Feedback) und praxisorientierten Lösungsschritten bzw. Lösungsmodellen. „Bei der Bearabeitung dieser Themen im Coaching geht es immer gleichzeitig um zwei Perspektiven: Person und Rolle. Der Coach versucht, mit dem Coachee Lösungen zu finden, die den Rollenanforderungen gerecht werden und gleichzeitig zu seiner Person passen“ (Fischer-Epe 2011: 20).
  • Psychotherapie/Gesprächstherapie fokussiert auf Heilung und Linderung bei ausgeprägten lebenseinschränkenden Problemen, die als krankheitswertig angesehen werden müssen. Ziel ist die Reorganisation des Selbstkonzeptes (vgl. GwG oJ). Im Falles des Einsatzes der gesprächspsychotherapeutischen Methode, ist der Nachweis einer Approbation als Ärztin/Arzt, Psychologin/Psychologe, oder Heilerlaubnis als Heilpraktiker(in) oder Heilpraktiker(in) eingeschränkt auf den Bereich der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz erforderlich. Meine staatliche Psychotherapieerlaubnis habe ich im Juni 2012 erhalten (vgl. Impressum).

Was bedeutet „Personzentrierter Ansatz (PZA)“?

Was versteht man unter klientenzentrierter Gesprächsführung? Als einer der führenden humanistischen Psychologen entwickelt der Amerikaner Carl Randsom Rogers ab 1942 die klientzentrierte Psychotherapie. Sie wird von den Hamburger Psychologen Anne-Marie und Reinhard Tausch in Deutschland als die so genannte „Gesprächspsychotherapie“ ab 1956 eingeführt (vgl. Weinberger 1996, 29).

In der einschlägigen Literatur wird bezüglich der psychologisch-anthropologischen Intention Rogers’ mit unterschiedlichen Begriffen gearbeitet. Nicht-direktiv, nondirektiv, klient(en)zentriert oder person(en)zentriert sind nur einige davon. Zwar gibt es Autoren, die sich auf bestimmte Begriffsbestimmungen beschränken; in meiner Arbeit jedoch sehe ich von ausdrücklichen Begriffsunterschieden ab, da ich von einer prinzipiellen Äquivalenz der konzeptbeschreibenden Ausdrücke ausgehe. Der Begriff „client-centered“ wurde von Rogers kreiert. Er meinte damit, dass eine nicht-direktive Art des Gesprächs im Mittelpunkt stehen müsse. 1942 formuliert Rogers folgende grundlegende Hypothese: „Wirksame Beratung besteht aus einer strukturierten, gewährenden Beziehung, die es dem Klienten ermöglicht, zu einem Verständnis seiner selbst in einem Ausmaß zu gelangen, das ihn befähigt, aufgrund dieser neuen Orientierung positive Schritte zu unternehmen“ (Rogers 1995: 28).

Im Beratungs- und Theraieprozess stehen Ihre Sorgen, Nöte und Krisen sowie Wünsche, Ideen und Pläne im Vordergrund.

Ich stelle mich empathisch auf ihre Situation ein, höre aktiv zu und konzentriere mich auf das, was sie mir verbal und non-verbal vermitteln. Methodisch folge ich im wesentlichen dem personzentrierten Ansatz, eine Methode, die der Psychologe Carl R. Rogers als eigenständiges, gesprächspsychotherapeutisches Verfahren entwickelte. Unter dem Begriff „Klientenzentrierte Gesprächsführung“ ist Rogers Ansatz auch als Beratungsmethode seit langem etabliert und wissenschaftlich umfassend evaluiert.

Eine der grundlegenden Einstellungen im personzentrierten Konzept ist das einfühlende Verstehen.

Es ist die „Fähigkeit, genau und empfindsam die Erfahrungen und Gefühle des Klienten und die Bedeutungen, die sie für ihn haben, zu verstehen. Ziel ist es dabei, den Klienten zu unterstützen, die Aufmerksamkeit auf das zu richten, was er in diesem Augenblick erlebt, so daß er es offen fühlen und zu seinem vollen, ungehinderten Erleben bringen kann“ (Rogers/Schmid 1995: 194).

Rogers betont in diesem Zusammenhang die emotionalen Elemente, die Gefühlsaspekte, stärker als die intellektuellen Anteile. Diese Feststellung basiert auf der Ansicht, dass die meisten Fehlanpassungen keine Mängel des Wissens seien, sondern dass Wissen unwirksam sei, weil es blockiert wird durch die emotionalen Befriedigungen, die das Individuum durch seine gegenwärtige Fehlanpassung erhalte (vgl. Rogers 1995: 37). Einfühlendes Verstehen bedeutet nun, dass eine Person versucht, die innere Erlebniswelt ihres Interaktionspartners kennen zu lernen, samt dessen Fühlen, der persönlichen Bedeutungen, die hinter dessen Äußerungen wahrzunehmen und zu erspüren sind (vgl. Tausch/Tausch 1991, 178).

Äußerlich betrachtet, wirkt diese Vorgehensweise eher wie ein unspektakuläres Hinhören und Zuhören. Wenn sich die einfühlende Person jedoch ganz in ihr Gegenüber hineinversetzen kann und voller Konzentration auf die andere Person ist, dann „ist (es) ein sensibles, einfühlendes, vorurteilsfreies, nichtwertendes und genaues Hören der inneren Welt des anderen. Ein Bemühen, gleichsam unter die Haut des anderen zu schlüpfen, in seinen Schuhen ein paar Schritte in seiner Welt zu gehen“ (ebd.: 178). Der Berater versucht also das Wahrnehmungsfeld des anderen, seine Erlebnisse und die dabei mitschwingenden Gefühle aufzunehmen, und sie so, wie er sie erfahren hat, dem anderen wieder mitzuteilen.

Neu: Therapie vor Ort | Ambulante Psychotherapie
für Menschen mit Anpassungs- und Belastungsstörungen

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verwendete Literatur